1.500 m - Die Protagonisten

Mit Taktik und Ausdauer zum Erfolg

Paavo Nurmi ist der erste Star auf der 1.500-m-Strecke. Der "Fliegende Finne" holt sich bei den Olympischen Spielen 1924 in Stockholm innerhalb von 50 Minuten zweimal Gold - über die 1.500 m und die 5.000 m. Insgesamt wird Nurmi neunmal Olympiasieger.

Das Mittelstrecken-Wunder Sebastian Coe

Sebastian Coe (r.) bei den Olympischen Spielen 1980 © Picture Alliance/dpa
große Bildversion anzeigen Auf dem Weg zu Olympia-Gold in Moskau: Ex-Weltrekordler Sebastian Coe (re.).

Der Australier Herb Elliott gewinnt 1960 in Rom mit einem Riesen-Vorsprung von 2,8 Sekunden in 3:35,6 Minuten olympisches Gold. Sein neuer Weltrekord hält knapp sieben Jahre. Der Brite Sebastian Coe, Olympiasieger 1980 und 1984, stellt Weltrekorde über 800 m, 1.000 m, 1.500 m und die Meile auf. Die Duelle mit seinen Landsleuten Steve Ovett und Steve Cram begeistern die Massen.

Nordafrikaner auf dem Vormarsch

Anfang der 90er Jahre bestimmt der Algerier Noureddine Morceli die Szene. Der Nordafrikaner wird 1991, 1993 und 1995 Weltmeister, verbessert 1992 sowie 1995 den Weltrekord und krönt seine Karriere mit Olympia-Gold 1996. Sein legitimer Nachfolger ist Hicham El Guerrouj. Der Marokkaner hält mit 3:26,00 Minuten seit 1998 den Weltrekord und hat in seiner langen Karriere bei vier Weltmeisterschaften (1997, 1999, 2001, 2003) sowie bei Olympia in Athen den Titel gewonnen. 2006 erklärt er seinen Rücktritt. Der aus Marokko stammende Rashid Ramzi, der für Bahrain startet, folgt El Guerrouj als Weltmeister (2005) und Olympiasieger (2008) nach. Ihm wird bei Nachkontrollen der Dopingproben von Peking die Einnahme von CERA nachgewiesen.

Dominanz der sowjetischen Läuferinnen

Tatjana Kasankina © Picture Alliance/dpa
große Bildversion anzeigen Zweimalige Olympiasiegerin und Ex-Weltrekordlerin über 1500 Meter: Tatjana Kasankina (re.)

Für die Frauen geht es erstmals 1972 um olympisches Gold auf dieser Strecke. Ludmilla Bragina läutet in München die jahrelange Vorherrschaft der sowjetischen Athletinnen ein. Tatjana Kasankina verteidigt 1980 ihren Olympiasieg von 1976 und stellt im selben Jahr mit 3:52,47 Minuten einen Weltrekord auf, der 13 Jahre hält. Gunhild Hoffmeister (SC Cottbus) holt 1972 und 1976 jeweils Silber hinter den Sowjetrussinnen. Ganz oben auf dem Treppchen steht sie bei der EM 1974 in Rom.

Boulmerka zweimalige Weltmeisterin

Hassiba Boulmerka gewinnt als erste Frau für Algerien 1991 in Tokio WM-Gold. Im Jahr darauf wird Boulmerka in Barcelona auch Olympiasiegerin. 1995 holt sie in Göteborg ihren zweiten WM-Titel. Swetlana Masterkowa (1999) und Tatjana Tomashowa (2003, 2005) knüpfen mit ihren WM-Erfolgen und Zeiten unter vier Minuten an alte russische Traditionen auf dieser Mittelstrecke an. Osaka-Weltmeisterin Maryam Yusuf Jamal aus Bahrain ist als Fünfte im Olympia-Finale von Peking gegen Siegerin Nancy Jebet Langat (Kenia) ohne Chance.

Titelverteidiger

Männer:
Bernard Lagat (USA)
3:34,77 min.
Frauen:
Maryam Yusuf Jamal (BAH)
3:58,75 min.

Regeln und Fakten
Läuferinnenfeld in Athen, 2004 © Picture Alliance/dpa

Die klassische Mittelstrecke

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