Hammerwerfen

Finale erreicht: Betty Heidler ganz stark

Hammerwerferin Betty Heidler bei der WM in Berlin. © dpa - Bildfunk Fotograf: Robert Ghement
große Bildversion anzeigen Ohne Mühe übertraf Heidler in der Quali die geforderten 72 Meter.

Hammerwerferin Betty Heidler hat sich eindrucksvoll für das WM-Finale am Samstag (ab 19.30 Uhr im Live-Ticker) qualifiziert. Die 25 Jahre alte Athletin von der LG Eintracht Frankfurt warf den Hammer am Donnerstagnachmittag im ersten Versuch der Qualifikation auf 75,27 m - Weltmeisterschafts-Rekord! "Das war schon krass. Cool!", freute sich der Rotschopf. "Das gibt Selbstbewusstsein." Weiter hatte Heidler international im Kampf um Medaillen nur am 10. Juli dieses Jahres als Studenten-Weltmeisterin mit deutscher Saisonbestweite von 75,83 m in Sofia geworfen. Mit diesem "Hammer" schickte die Titelverteidigerin eine deutliche Kampfansage an die gerade nach zweijähriger Dopingsperre in den Ring zurückgekehrte Weltrekordlerin Tatjana Lysenko. Die Russin schaffte am späten Nachmittag in der zweiten Qualifikationsgruppe mit einer Weite von 71,73 m ebenso den Sprung ins Finale wie Heidlers Teamkollegin Kathrin Klaas mit einem Wurf auf 70,53 m. Für Andrea Bunjes, die sich bei ihrem zweiten Versuch verletzte, reichten 67,01 m dagegen nicht.

Olympia-Enttäuschung ist fast vergessen

Hammerwerferin Betty Heidler in der WM-Quali in Berlin. © ap Fotograf: Gero Breloer
große Bildversion anzeigen Im Finale am Samstag will Heidler WM-Gold.

Für Heidler ist klar, wie das Finale am Samstag verlaufen soll. "Mein Ziel bleibt die Titelverteidigung. Aber das wird schwer. Ich glaube nicht, dass da 75 Meter reichen. 76 Meter muss man werfen", sagte die in Berlin-Marzahn geborene Weltmeisterin nach der Qualifikation. Bei 76,55 m steht seit drei Jahren der von ihr aufgestellt deutsche Rekord. Im Hinterkopf spukt aber noch leise die Enttäuschung aus dem vergangenen Jahr herum: Bei den Olympischen Spielen in Peking verpasste sie überraschend den Endkampf, wurde am Ende nur Neunte. Die 25-Jährige ist überzeugt davon, dass ihr das nicht wieder passieren wird. Für mehr Konzentration, aber auch Lockerheit im Wettkampf sorgte auch die Zusammenarbeit mit Sportpsychologin Heike Kugler. Die locker absolvierte Qualifikation hilft jetzt ebenfalls weiter: "Man merkt sich so ein Gefühl", sagte Heidler, nach dem sie ins Publikum winkend aus dem Innenraum des Stadions verschwunden war.

Stand: 20.08.2009 17:19
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