Der Kenianer Ezekiel Kemboi ist neuer Weltmeister über 3.000 Meter Hindernis. In 8:00,43 Minuten gewann der dreimalige WM-Zweite am Dienstag bei der Leichtathletik-WM in Berlin vor seinem Landsmann Richard Mateelong (8:00,29) und dem Franzosen Bouabdellah Tahri, der mit 8:01,18 Minuten seinen Europarekord verbesserte. Insgesamt war es der achte Männer-Erfolg für die afrikanische Nation auf der Hindernisstrecke in der WM-Historie seit 1983. "Ich bin ganz ruhig gewesen und habe mein Ziel nicht aus den Augen verloren", sagte Kemboi, der die schnellste je bei einer WM gelaufene Zeit bei seinem Sieg erreichte. "Nach dreimal Silber habe ich endlich Gold."
Titelverteidiger und Olympiasieger Brimin Kipruto (Kenia/8:12,61) musste sich mit Platz sieben begnügen. Der deutsche Vizemeister Steffen Uliczka (Preetz) war im Vorlauf ausgeschieden. Zum Finaleinzug hätte der 25-Jährige vom TSV Kronshagen/Kieler TB 8:22,92 Minuten laufen müssen, was nicht in Reichweite war. Uliczkas Bestleistung steht bei 8:26,18.
Überschattet wurde das Rennen vom ersten Dopingbefund der WM. Der Marrokaner Jamal Chatbi war nach Angaben des marokkanischen Verbandes positiv auf das Anabolikum Clenbuterol getestet und kurz vor Beginn des Laufs von der Startliste genommen.
Die Leichtathletik-WM in Berlin hat ihren ersten Dopingfall. [mehr]
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