Der Südafrikaner Mbulaeni Mulaudzi hat nach einem starken Endspurt in 1:45,29 Minuten die Goldmedaille über 800 m gewonnen. Der 28-Jährige verteidigte seine Führung auf der Schlussgeraden knapp vor Titelverteidiger Alfred Kirwa Yego (1:45,35) aus Kenia. Dritter wurde 1.500-m-Weltmeister Yusuf Saad Kamel (Bahrain), der ebenfalls 1:45,35 Minuten benötigte. Athen-Olympiasieger Juri Borsakowski verpasste als Vierter haarscharf seine vierte Medaille bei den vierten Weltmeisterschaften nacheinander. 2003 und 2005 war der Russe jeweils Zweiter, 2007 Dritter gewesen.
Unter den Augen von 800-m-Ex-Weltmeister Willi Wülbeck (1983 in Helsinki) lieferten sich die Protagonisten auf der Zwischenstrecke einen erbitterten Kampf. Bereits nach den ersten hundert Metern wurden die Ellenbogen eingesetzt, der Kenianer Kivuva verlor nach einem Rempler seinen linken Schuh, lief aber weiter. In der Schlussrunde behauptete Mulaudzi seine Position an der Spitze und wehrte auch auf den letzten Metern die Attacken der Konkurrenten ab. Robin Schembera aus Leverkusen war nach einem Sturz im Vorlauf ausgeschieden.
Für den einzigen deutschen 800-m-Läufer bei der WM war schon im Vorlauf Endstation. [mehr]
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