Sanya Richards ist die schnellste 400-Meter-Läuferin der Welt. Die 24-Jährige holte am Dienstag in der Jahres-Weltbestzeit von 49,00 Sekunden das zweite WM-Gold für die USA bei der WM in Berlin. Vor 35.000 Zuschauern im Olympiastadion gewann Shericka Williams (Jamaika) in 49,32 wie 2008 bei Olympia in Peking Silber. Bronze ging in 49,71 an die Russin Antonina Kriwoschapka. Fünfte wurde die nicht wieder rechtzeitig völlig fit gewordene britische Olympiasiegerin Christine Ohuruogu (50,21). Für Richards war es der erste große Titel der Karriere. 2007 hatte sie die WM-Qualifikation bei den US-Meisterschaften verpasst, 2008 rannte die als große Favoritin gestartete Sprinterin beim Olympiasieg von Ohuruogu nur zu Bronze.
Immerhin konnte sich Richards damit trösten, dass sie schon zweimal den Eine-Million-Dollar-Jackpot der Golden League teilen durfte. Kurz vor der WM in Berlin hatte Richards beim 37. 400-m-Lauf ihrer Karriere unter 50 Sekunden die Bestmarke von Weltrekordlerin Marita Koch übertroffen, die 36 geschafft hatte. Nun steht die Marke bei 38 Rennen. Der Weltrekord der Rostockerin von 47,60 scheint für die 48,70-Sprinterin jedoch unerreichbar. "Heute sind höchstens 48,50 drin", meint die gebürtige Jamaikanerin, die seit 2002 einen US-Pass besitzt und 2008 Staffel-Olympiasiegerin sowie 2007 Weltmeisterin über 4x400 m war.
Die Leverkusenerin Sorina Nwachukwu kam dagegen nichts ins Finale. Die 22-Jährige schied in ihrem Halbfinal-Rennen als Sechste in 51,98 aus. "Ich habe von der Weltelite gelernt, dass ich mehr trainieren muss. Mein Ziel ist eine Zeit unter 50 Sekunden", meinte die deutsche Meisterin.
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